Heilung durch Dankbarkeit

April 30th, 2013

Ich kenne keine Energie resp. geistige Einstellung, die eine stärkere Heilung auslöst als die Energie einer dankbaren Grundeinstellung. Das meint hier in erster Linie geistige Heilung, in deren Gefolge sich dann seelische und körperliche Heilung folgerichtig ergibt. Warum ist das so? Die Energie von Dankbarkeit ist Frieden und Freude. Habe ich einen friedlichen freudvollen Geist, werden nicht nur keine (schädlichen) Stresshormone ausgeschüttet, sondern auch noch Hormone (z.B. Endorphine) die eine heilende Wirkung auf den Körper und auch auf den seelischen Bereich ausüben. Dies funktioniert schon beim (artifiziellen) positiven Denken und steigert sich durch das tiefe innere Gefühl von Dankbarkeit immens. In diesem Gefühl nehme ich alles so an wie es ist, mich selbst, die Umstände, in denen ich lebe und die anderen Menschen. Dies ist dann auch die höchste Form der Liebe: Es ist!, christlich Amen und Sanskrit OM.

Krankheitsbewältigung oder der Umgang mit Störungen

März 31st, 2013

Krankheiten sind Störungen, auch werden sie heute so klassifiziert, englisch disorder, danach werden die Diagnosen in der westlichen Medizin nach Störungsmustern klassifiziert und eingeteilt (ICD: International Classification of Diseases und DSM: Diagnostic and statistical Manual of mental disorders). Wir fühlen uns häufig gesund, wenn wir tatsächlich wenig fühlen, nämlich nicht “gestört” werden, wenn das Leben so ruhig vor sich hinfließt. Dabei machen gerade die Störungen das Leben so interessant, denn nun haben wir die Chance neues zu lernen. Es ist völlig in Ordnung am Strand zu liegen, einen schönen drink in der Hand und dem Meer beim Rauschen zuzuhören, aber da passiert erst mal im Moment gar nichts. Nun kommt jemand und gießt uns ein kaltes Glas Wasser auf den Bauch. Jetzt wird es interessant: Wir reagieren mit unseren zugrundeliegenden Mustern, das heißt wir können unsere Muster erkennen, aus denen heraus wir leben. Wir – wenn wir dazu bereit sind – machen Erfahrung, aber nur wenn wir bereit sind nicht nur zu projizieren und unsere Aggression dem   anderen überzustülpen, sondern auch uns und unsere Reaktion anzuschauen. Das ist das Interessante: Unsere Art und Weise mit unerwarteten Situationen sprich Störungen umzugehen. Wie verhalte ich mich, was tue ich, was denke ich dabei, was fühle ich dabei, wie reagiert mein Körper, gehe ich in die Defensive, fühle ich mich schuldig, greife ich den anderen an, denke ich er ist schuldig und so weiter?! Nun passiert etwas: das Bewußtsein erweitert sich, ich lerne mich kennen. C.G. Jung mutmaßte, dass ca. 80% unseres Verhaltens unbewußt gesteuert ist. Vermutlich ist es sogar noch viel mehr. Erinnern sie sich an ihre erste Fahrstunde, wie aufregend und anstrengend das Autofahren war. Beobachten sie jetzt einmal, wie sie viele Kilometer fahren ohne überhaupt zu merken was sie da gerade tun. Alles unbewußt gesteuert. Wir leben aus diesem Unbewußten den größten Teil unseres Lebens heraus. Unsere Gedanken und Überzeugungen kommen aus diesem Unbewußten heraus, wir sprechen von unbewußten Glaubenssätzen, die unser Denken, Fühlen und unsere Einstellungen prägen oder oft sogar vollkommen prägen. Dabei sind die meisten dieser Glaubenssätze lediglich angenommene Vorstellungen und Überzeugungen und besitzen keinen Wahrheitswert an sich. Sie sind tatsächlich nur Meinung (s.Kant: Die Kritik der reinen Vernunft – Über Meinen, Glauben und Wissen). Es sind die Dinge, die so genannte “signifikante Andere” (z.B. Eltern, Lehrer etc.) uns gesagt haben oder Vorstellungen, die uns die Gesellschaft in die wir geboren wurden mitteilt.

Die Störung (z.B. Krankheiten) eröffnet das Tor zum inneren Erkenntnisprozeß, auf welchen unbewußten Glaubenssätzen mein Denken fußt.

Nur wenn ich eine Ahnung davon bekomme, welche unbewußten Mechanismen hinter meinem Denken stehen, kann ich diese in einem Erlenntnis- und Bewußtwerdungsprozess in Frage stellen und so zu neuen – gesünderen – Glaubenssätzen kommen. Wie geht das.

Stufe eins der goldenen Leiter: Akzeptanz

Aus der Projektion (das Böse nur im Äußeren suchen Anm.: tatsächlich auch das Gute nur im Äußeren suchen) komme ich nur durch Akzeptanz, sprich dem Bewußtsein: Es ist wie es ist! Menschlich und allzumenschlich ist, dass wir erst einmal uns gestört fühlen und auf Abwehr gehen. Abwehr ist das Gegenteil eines inneren Erkenntnisprozesses. Ärgern wir uns über unsere Abwehr, erzeugen wir nur inneren Widerstand (depressive Reaktion) und kommen auch nicht weiter. Auch das gilt es zu Akzeptieren. Wir beobachten uns in der Situation. Die Störung ist ein Wecker der laut klingelt und uns aufweckt aus der Gemütlichkeit des Augenblicks, aus unseren Träumen, unseren Vorstellungen unserem “Kopfkino”. Störungen haben Vorrang heißt es in der Gruppenpsychotherapie nach J.L. Moreno, weil sie uns den verborgenen Prozessen näher bringen und dadurch Heilung erst ermöglichen (Wie wollen sie einen Keller aufräumen, in den sie nicht eintreten?). Das heißt die Akzeptanz der Störung und das Bewußtsein ,dass jetzt etwas ganz interessantes und spannendes passiert ist die erste Stufe zur Heilung, zum GesundSein. Das führt uns zur:

Stufe zwei der goldenen Leiter: Beobachtung

Wir beobachten was passiert. Was tue ich, was sage ich, was fühlt es in mir, was denkt es in mir. Ich erlebe mich in einer Extremsituation, was jetzt geschieht: ich handele, fühle und denke aus meinen Mustern heraus, aus meinen Überlebensstrategien, die ich im Laufe meines Lebens gelernt habe. Ich nehme eine radikal subjektive Perspektive ein. Das beobachten dieser Muster führt dazu, dass ich Schritt für Schritt erkenne wie ich funktioniere. Das Infragestellen dieses Funktionierens führt zu neuer und damit erweiterter Erkenntnis und führt uns zu:

Stufe drei der goldenen Leiter: Infragestellen

Meine Gedanken sind tatsächlich meine erlernten Überzeugungen und keine allgemeingültige Wahrheit. Nur das radikale Infragestellen meiner Überzeugung kann mich zu mehr Bewußtsein und damit näher an die Wahrheit bringen. Meine Gedanken und Überzeugungen sind in erster Linie das, was andere Menschen mir erzählt und gesagt haben. Wir werden sprachlos geboren! Die Sprache und damit auch unsere sprachliches Denken entwickelt sich aus den Worten die andere Menschen uns gesagt haben. Damit übernehmen wir aber auch die damit transportierten Glaubenssätze. Nur wenn ich den Inhalt meines sprachgestützten Denkens in Frage ziehe, kann ich zur Nächsten Stufe gelangen.

Stufe vier der goldenen Leiter: Einnehmen einer neutralen Position

Stellen sie sich vor ein völlig fremder Mensch, am besten noch aus einem völlig anderen Kulturkreis erzählt ihnen ein Problem, von dem sie überhaupt keine Ahnung haben. So fühlt sich eine neutrale Position an. Wie Krishnamurti sagte: Ich habe nichts dafür und nichts dagegen. Nota bene: das heißt absolut nicht sich abzuwenden (engl.: I couldn´t care less), sondern nicht zu urteilen und alle Aufmerksamkeit und Achtsamkeit auf das Problem und die umgebende Situation lenken, was der nächsten Stufe entspricht.

Stufe fünf der goldenen Leiter: Achtsamkeit und Gewahrsein

Sanskrit: Shamata und Vipassana, ist die grundlegende Übung der Meditation: Ich bin achtsam gegründet in mir und gewahr der gesamten Umgebung. Das heißt das Bild der Landschaft in der ich mit meinem Problem (der Störung) stehe wird immer größer. Das ist auch das Bild der humanistischen Psychologie. Wir verführen unseren Klienten verschiedene Positionen der Betrachtung einzunehmen und kommen so aus der subjektiven (leidvollen) Betrachtungsweise zu einer schrittweise immer objektiveren (heilvollen) Betrachtungsweise. Daraus entwickelt sich die:

Stufe sechs der goldenen Leiter: Heilung

Die Heilung ist der immerwährende  rekursive und transitive Prozess zu einer immer weniger subjektiven zu einer immer stärker neutralen Position zu den Störungen im Leben. Dadurch erkenne ich immer mehr meine zugrundeliegenden Überzeugungen und Glaubenssätze mit denen ich unbewußt mein Leben arrangiere. Der Kosmos ist tatsächlich so nett mir soviel Resonanzfläche zu geben, dass ich durch den innenwohnenden Prozess der (unbewussten!) Projektion genau das in meinem Leben erlebe, was ich unbewußte glaube und erwarte. Sigmund Freud nannte diese mich durchs Leben treibende Kraft den Wiederholungszwang. Wir wiederholen so oft eine bestimmte Erfahrung (z.B. nicht geliebt zu werden) bis wir die zur Heilung nötige Erfahrung gemacht haben.

Lebe Dein Leben – GesundSein ist geistige Gesundheit

März 30th, 2013

Viele Menschen leiden auf viele verschiedene Arten. Und sie leiden insbesondere unter den Bedingungen ihres Lebens. Unter ihrer Kindheitgeschichte, den jetzigen PartnerInnen, Arbeitskollegen, Vorgesetzten, den Nachbarn, ihren Gefühlen, ihren Gedanken, unter dem Nicht funktionieren ihres Körpers etc. pp. Die Liste könnte noch immer so weitergehen. Es sind vor allem die äußeren Dinge unter denen wir leiden oder unsere Unfähigkeit gesünder fühlen oder denken zu können. GesundSein bedeutet erst einmal eine gesunde innere also geitige Einstellung zu haben. Tatsächlich gibt es nur 3 Alternativen: 1. Alles im Leben ist Zufall, 2 Alles im Leben wird durch höheres beeinflußt (Gott/Teufel) oder 3. Alles in meinem Leben unterliegt meiner – wenn auch überwiegend unbewußten – Entscheidung, sprich ich bin der Regisseur meines Lebensplanes. Hängen sie der Zufallsthese an, so brauchen sie nicht weiter zu lesen, denn sie können ja doch nicht beeinflussen was so zufällig passiert. Hängen sie der zweiten These an , so befinden sie sich in einer ständigen Auseinandersetzung, um die guten Mächte zu umgarnen und die bösen zu bekämpfen. Die meisten Menschen führen ihr Leben tatsächlich in diesem Modus, hieraus entwickeln sich alle Kriege, die großen wie die kleinen. Der psychische Hauptmechanismus ist die Projektion. Das innere abgewehrte Schlechte (oder auch Gute) wird im Äußeren wiedergefunden und dort bekämpft (der Sündenbock). Ergebnis ist ein klassisches Schwarz/Weiß-Denken, eine Verteilung von Gut und Böse, Freunde und Feinde (und die große Gruppe der “Nicht-wahr-genommenen”). Der Modus ist ein beständiger Überlebenskampf und in diesem befinden sich die meisten Menschen. Die Praxen der Psychotherapeuten sind voll davon und selbst an Stammtischen und beim Kaffee wird überwiegend darüber diskutiert was andere wieder schlecht falsch oder wie auch immer gemacht haben. Das Problem dieses Modus ist, dass unsere Seele weiß: Wenn wir die anderen für schlecht halten, dann ist es auch wahr, dass in mir schlechtes existiert. “Ein Mensch, der mit sich selbst in Frieden ist, sieht im Äußeren keine Feinde.”

Das bringt es zum 3. Einstellungsmodus: Wir sind die ErschafferInnen unseres Lebens.Nur diese Vorstellung bringt uns einerseits ganz in die Selbstverantwortung und sie bringt uns heraus aus dem “Täter-Opfer-Spiel” dem wir so gerne anhängen. Spirituell sprechen wir von Selbstermächtigung. Meines Wissens ist die – grundlegende – Einstellung die einzige Möglichkeit zu verstehen, warum die Dinge so geschehen wie sie geschehen und wie wir wieder Kraft und Selbstbestimmung in unserem Leben erlangen können. Es bringt uns aus der – tatsächlich müßigen Frage – nach dem Warum (Opfer- resp. Schuldmodus) zu dem Wie möchte ich mit der Herausforderung umgehen. Das meint Selbstermächtigung. Denn: Wenn ich der Schöpfer meines Lebens bin, dann weiß ich auch, dass alles was passiert – auch wenn es mir gar nicht gefällt – sinnvoll ist, denn meine Seele hat sich dazu entschlossen (wenn ich an der Entstehung der Situation hauptsächlich beteiligt bin) oder es ist einfach etwas das existiert und es geht einfach darum eine sinnvolle intelligente Reaktion zu finden.

Die Entdeckung, dass das Leben eben kein Strafgefangenenlager für abzutragende Schuld oder eine beständige Anklage ist, meinte Friedrich Nietzsche, als er in der Fröhlichen Wissenschaft vom großen Befreier sprach, der das Leben zu einem vorwährenden Abenteuer macht. Jede Erfahrung ist letztendlich ein Gewinn für unser Bewußtsein! Diese innere Einstellung führt zu vollkommener geistiger Gesundheit, innerem Frieden und einer lebensbejahenden Grundeinstellung völlig unabhängig davon, was im äußeren oder inneren passiert. Und wenn ich weiß, dass ich richtig bin und im Frieden mit mir selbst, dann bin ich auch im Frieden mit anderen Menschen, Bedingungen (z.B. Arbeitsplatz), körperlichen Funktionseinschränkungen, störenden Emotionen etc. pp.

Körperliches Gesundsein – Ernährung – insbesondere Vegan

März 20th, 2013

Seit 2 Monaten verfolge ich ein lang gehegtes Projekt: Vegane Ernährung.

Woraus besteht körperliches GesundSein? Der größte Teil unseres Körpers ist der Bewegungsapparat, der nächst größere die inneren Organe, also der Stoffwechselapparat. Den kleinsten Teil macht unser Nervensystem, also der Steuerungsapparat aus. Daraus folgt, dass zu allererst Bewegung die wichtigste Größe in der Gesunderhaltung (also der Aufrechterhaltung des GesundSeins) darstellt. Dies ist auch der Grund dafür, dass alle Medizinsysteme eine Bewegungslehre und -therapie hervorgebracht haben. Dazu später mehr. Heute soll es um den zweiten Teil gehen: Der Stoffwechselapparat. Unser Körper verstoffwechselt was wir zu uns nehmen. Hieraus baut er die Grundbausteine des Lebens im Stoffwechsel zusammen. Die Qualität der Nahrung steht also im direkten Zusammenhang mit der Qualität unseres Stoffwechsels und beeinflußt somit direkt unsere körperliches und damit auch unser seelisches und geistiges Wohlbefinden.

Im Prinzip gibt es 3 Ernährungstypen: 1: Normalkost (tierisch eiweißbasiert), 2. Vegetarische Kost (ohne Fleisch, aber mit tierischen Eiweißen wie Käse und Milch) 3. Vegane Ernährung (ausschließlich pflanzliches Eiweiß). Dazu gibt es natürlich noch Tiefkühlkost, industrielle Fertigkost, Rohkost und natürlich vollwertige Frischkost, die sich aber jeweils den 3 oberen Kategorien zuteilen lassen.

Wo liegt nun das Problem der auf tierischem Eiweiß basierenden Normalkost?

Tiere stehen am Ende der Nahrungskette. Um eine Einheit tierisches Eiweiß zu produzieren brauche ich ca. 7 Einheiten pflanzliches Eiweiß. Umgekehrt heißt dies – vereinfacht – wenn alle Menschen sich von Pflanzen ernähren würden, hätten wir die 7-fache Menge Eiweiß zur Verfügung, das weltweite Hungerproblem wäre gelöst. Da das Tier also den ganzen Tag Pflanzen ist (oder tatsächlich industriell hergestelltes “Kraftfutter” oft aus Tierabfällen und Pflanzen) speichert es die darin enthaltenen Schadstoffe an. Die meisten dieser Schadstoffe (z.B. Schwermetalle, Pestizide, Arzneimittelrückstände wie Antibiotika) sind fettlöslich und werden im Fettgewebe gespeichert. Da auch Muskeln zum großen Teil aus Fett bestehen, ist also die Muskelfleisch basierte Normalkost entsprechend hoch mit Schadstoffen belastet. Natürlich gibt es da Tests und Grenzwerte, aber wenn ich entscheiden kann ob ich noch weniger Schadstoffe zu mir nehme dannist die Vegetarische und die Vegane Ernährung vorteilhafter. Zudem hat Fleischernährung auch direkte seelische und geistige Auswirkungen. Hundtrainer kennen das: wenn ich einen Hund richtig scharf machen will, dann gebe ich ihm – am besten rohes – Fleisch zu essen. Wenn sie sich anschauen welche Qualen Tiere in den Ställen und beim Schlachten erleben müssen, so können sie sich leicht vorstellen, wieviel Stresshormone sie mit dem Fleisch in sich aufnehmen. Und was ist unsere grassierende Massenerkrankung: Stress. Aber auch die geistigen Auswirkungen sind wichtig. Unsere Seele weiß, dass wir keine Tiere töten müßten, um uns zu ernähren. Die wenigsten Menschen würden es auch aktuell übers Herz bringen selber Tiere zu töten, um sich davon zu ernähren. Es belastet unweigerliche unsere höheren spirituellen Ebenen, wenn wir töten, insbesondere, wenn es nicht notwendig ist. Viele Menschen erleben heutzutage ein unbestimmtes Gefühl von Schuld, welches z.B. auch daher rührt. Viele Kinder entscheiden sich heute auch aus diesem Grund für ene Fleischfrei Ernährung.

Warum vegan und nicht nur vegetarisch

Lange Zeit in meinem Leben habe ich ganz oder zumindest vorwiegend vegetarisch gelebt. Es ist allein schon aus o.a. Gründen die fraglos gesündere Ernährung für Körper, Seele und Geist. Aber einiges des oben gesagtem trifft auf die vegetarische Ernährung auch zu. Auch hier haben wir noch tierische Produkte, die häufig aus sehr fragwürdiger Massentierhaltung stammen. Auch hier nehmen wir den Tieren etwas weg (Eier, Nahrung für die Kälber etc.). Gerade als Vegetarier neigt man dazu relativ viel dieser Milchprodukte zu sich zu nehmen. Auch hier ist das Schadstoffproblem wieder vorhanden. Zudem macht tierisches Eiweiß im Körper eine völlig andere Stoffwechselreaktion. So produziert der Körper zum aufspalten der Eiweiße viele Säuren, dadurch entstehen einige der großen Volkskrankheiten sehr viel häufiger (z.B. Magensäure, Magengeschwüre, Sodbrennen) die dann wieder mit chemischen Medikamenten behandelt werden. Mein eigenes Sodbrennen ist mit dem Tag der veganen Ernährung sofort weggegangen. Auch produziert der Körper zum verdauen der tierischen Eiweiße Entzündungsreaktionen. So ist zu verstehen, dass gerade entzündliche Erkrankungen wie Rheuma oder entzündliche Darmerkrankungen unter veganer Ernährung sehr viel besser werden oder sogar ausheilen. Sellisch und geistig ist mir bewußt, dass für meine Ernährung nunkein Tier mehr sterben muß und keinem Tier mehr etwas weggenommen wird. Auch wird kein Tier mehr wegen meinem Ernährungsbedürfnis in quälender und erniedrigender Massentierhaltung gehalten.

Fazit des Selbstversuches:Nach nun 2 Monaten veganer Ernährung fühle ich mich sehr viel gesünder und leistungsfähiger, habe 10 kg abgenommen, obwohl ich vorher normalgewichtig war. Gerade das bei Männern kritische (weil Hormonaktive) Bauchfett ist weitgehend verschwunden, und das ganz ohne hungern! Seelisch ist es ein gutes Gefühl, dass kein Tier mehr wegen mir gequält wird oder sterben muß. Mein Geist ist deutlich mehr in Frieden. Jedes Heißhungergefühl für Süßes ist auch gleich mit verschwunden. Ein voller Erfolg für mein GesundSein!

Was ist Krankheit, was leistet die Medizin?

März 10th, 2013

Schon im 19. Jahrhundert kursierte das Bonmot, dass Ärzte nur dazu da sind mit zweifelhaften Spekulationen und häufig noch zweifelhafteren Therapien den Patienten so lange bei Laune zu halten, bis die Natur den Menschen entweder geheilt oder getötet hat. Bei Paracelsus klang dies noch nobler: Medicus curat, natura sanat (der Arzt behandelt, aber die Natur heilt), dieser Spruch geht wohl auf Hippocrates von Kos (370 AD) zurück.

Krankheiten sind willkürlich Definitionen um Symptome (d.h. Beschwerden) zu kategorisieren.

Deshalb finden wir in unterschiedlichen Bezugssystemen z.B. Schulmedizin, Chinesische Medizin, Homöopathie, Ayurveda etc. auch ganz unterschiedliche Kategosrisierungen und Benennungen von Krankheiten. Um einen Anschein von Wahrheit zu erzeugen benutzen wir (in der Schulmedizin) dann noch lateinische und/oder griechische Bezeichnungen um einen Erkrankung zu benennen. Viele Erkrankungen sind reine Ausschlußdiagnosen (es gibt hier keine Positivdiagnostik). Z.B. bedeutet Fibromyalgie Schmerzen in Sehnen und Muskeln. Fibromyalgie klingt bedeutend. Würde ich einem Patienten sagen sie haben Schmerzen in Sehnen und Muskeln, dann würde jeder sagen:”Das weiß ich selbst, lieber Doktor!” Noch verrückter wird es allerdings, wenn wir verschiedene Systeme mischen. Also, wenn wir z.B. einen Bandscheibenvorfall (schulmedizinische Diagnose) mit Akupunktur (Verfahren der Chinesischen Medizin) behandeln. Das wäre dann so, als wenn sie einem Deutschen auf Chinesisch einen Weg erklären. Sie brauchen einen Übersetzer! So kann ein Bandscheibenvorfall in der Chinesischen Medizin aufgrund unterschiedlicher Diagnosen (z.B. eine Nierenyangschwäche, oder ein Qi-Stau) in Gang gesetzt werden und entsprechend brauchen wir unterschiedliche Therapien.

Nehmen wir mal einen einfachen Fall: Bluthochdruck. Wann ist das eine Erkrankung? Wenn sie einmal hohen Blutdruck messen? Oder zweimal, dreimal etc. Wenn sie jeden Tag hohen Blutdruck haben, oder auch nächtlich? Wenn Sie bei Anstrengung erhöhten Blutdruck haben oder in Ruhe? Wie lange sollte die Ruhephase gewesen sein? Ist ein erhöhter Blutdruck ohne Beschwerden auch eine Erkrankung? Eine englische Studie hatte Patienten die mit einer Blutdruckkrise (also erhöhten Blutdruck mit Beschwerden) ins Krankenhaus kamen in 2 Gruppen zufällig eingeteilt. Die einen bekamen ein Medikament und die anderen ein Plazebo (Scheinmedikament, meist Traubenzucker) und eine Schwester, die beruhigend auf sie eingeredet hat. In mehren Nachmessungen waren beide Gruppen gleich erfolgreich in der Blutdrucksenkung. Wann ist also eine Diagnose auch eine Krankheit? Die aufgeklärte Gesellschaft weiß: Menschen mit Bluthochdruck haben häufiger Schlaganfälle. Aber das ist genauso hilfreich wie die Aussage, dass Autofahrer häufiger Autounfälle haben. Lungenkrebspatienten sind meistens Raucher, aber kaum ein Raucher bekommt Lungenkrebs. Was also sind die Schutz- also Gesundheitfaktoren (s. das längere Überleben der glücklichen Raucher i. Vgl. zu den unglücklichen Nichtrauchern). Die Antwort ist ernüchternd: Die meisten Menschen mit erhöhtem Blutdruck bekommen nie ein Problem damit! Deshalb muß ich mit einem Blutdrucksenker (z.B. einem ACE-Hemmer) auch ca. 90 Menschen mit Bluthochdruck ein Jahr behandeln, um einen Schlaganfall zu verhindern (sog. NNT (number needed to treat)=90). Das heißt aber, dass 89 Menschen das Mittel eingenommen haben, aber im Sinne des Endpunktes Schlaganfall gar keinen Benefit hatten. Tatsächlich haben viel unserer Medikamente eine NNT (wie viele Menschen muß ich behandeln, um bei einen Menschen einen Vorteil zu erzielen) die in der Größenordnung von 50 liegt, also ich muß 100 Menschen behandeln, um bei 2 Menschen einen Vorteil zu erzielen, also 2% absoluter Nutzen. Auch bei Chemotherapien liegt der absolute Nutzen in dieser Größenordnung (je nach Erkrankung mehr oder weniger). Eine zweite interessante statistische Größe ist die NNH (number needed to harm), die ausdrückt wie viele Menschen ich behandeln muß, um einen Schaden zu produzieren. Oft liegen diese Größen nicht weit auseinander.

Statistisch gesehen ist ein abwartendes aufmerksames Verhalten schulmedizinisch gesehen die intelligentere Entscheidung!

Ausnahmen sind hier akute lebensbedrohliche Notfälle. Fragen sie ihren Arzt mal demnächst nach der NNT oder NNH der verordneten Medikation.

Was ist Gesundheit?

März 10th, 2013

Von Rudolf Steiner stammt der Satz, “es gibt so viele Gesundheiten wie es Menschen gibt”. In den Befragungen der europäischen Bevölkerungen geben die meisten Menschen Gesundheit als das erstrebenswerte Ziel und das wichtigste Gut an. Aber was ist Gesundheit. Meist verstehen wir Menschen lediglich darunter die Abwesenheit von Krankheiten resp. Symptomen. Das entspricht also einer Negativdefinition und entsprechend erfüllt uns eine Angst, dass ja schon eine Krankheit da sein könnte, wir aber davon noch gar nichts merken. Das führt zu Angst, Besorgnis und im ausgeprägtesten Fall zur Hypochondrie. Eine ganz paramedizinische Industrie lebt von dieser Angst. Letztlich führt Angst aber immer zu unklugen Entscheidungen und letztendlich gibt es eine Sicherheit (siehe auch die wunderbar ausgeführten Spielformen dieser Verunsicherungen in Woddy Allens Filmen).

Wenn wir uns nun positiv an die Frage “Was ist Gesundheit” annähern, so können wir erst einmal wahrnehmen, dass es verschiedene Ebenen gibt, auf denen Gesundheit erfahrbar ist. Erstens eine körperliche Ebene, zweitens eine seelische Ebene, drittens eine geistige Ebene und tatsächlich auch noch eine inter- und eine transpersonale Ebene. Alle diese Ebenen sind in ständigen Wechselbeziehungen zueinander, bilden also ein reziprokes dissipatives System. Dabei ist die körperliche Ebene tatsächlich die am einfachsten zu verstehende und dennoch schon ausgesprochen Komplex. Es ist die körperliche Unversehrtheit, die uns ein körperliches Funktionieren ermöglicht. Nun reagiert der Körper eindeutig darauf, wie wir mit ihm umgehen. Das heißt die Herstellung von Gesundheit ist ein beständiger Prozess der Anpassung und des Verhaltens. Tatsächlich ist es einfach: Gebe ich dem Körper gesundes Essen und Trinken, reinige und pflege ich ihn, bewege ich ihne (nicht zu viel und nicht zu wenig) etc. pp. so stellt sich typischer weise Gesundheit ein. Nun gibt es offenbar Menschen, die sehr ungesund leben und dennoch keine besonderen Erkrankungen haben. Andererseits gibt es Menschen, die gesund leben und dennoch Krankheiten bekommen. Das kann viele Ursachen haben. Wir nehmen mal dem Thema gemäß eine heraus.

Die seelische Gesundheit. So Raucher zwar insgesamt ca. 7 Jahre kürzer als Nichtraucher, aber glückliche Raucher leben 2 Jahre länger als unglückliche Nichtraucher. Das heißt das seelische Wohlbefinden hat einen gesunderhaltenden Effekt. Modewort Resilenz! In der chinesischen Medizin ist Gesundheit, wenn Yin und Yang ausgeglichen sind und das Qi (die tragende Lebensenergie) frei Fließen kann. Also, wenn Anspannung und Entspannung gleich sind und alle Emotionen sich frei fließend bewegen können. Das heißt seelische Ungesundheit entsteht durch das Unterdrücken von Emotionen (die dann aufgestaut z.B. Wut sich unangemessen entladen (Modell Druckkochtopf)). Das bedeutet, dass seelische Gesundheit beim Wahrnehmen und Für-wahr-nehmen meiner Gefühle anfängt (wenn sie kleine Kinder beobachten so sehen sie, dass wir das alle einmal konnten). Die Revolution für seelische Gesundheit fing mit Dr. Sigmund Freud in der Jahrhundertwende 1900 an.

Schwieriger ist nun eine Annäherung an geistige Gesundheitprozesse. So wie Freud und seine NachfolgerInnen erst eine Sprache zur Beschreibung seelischer Prozesse finden mußten, so sind wir 100 Jahre später im 21 Jahrhundert auf der Suche nach einer Sprache um geistige Prozesse zu beschreiben. Ein gutes Beispiel sind z.B. unbewußte Glaubenssätze. Wenn ich z.B. unbewußte und damit selbstverständlich glaube (und der Überzeugung bin!), dass ich immer Leistung erbringen muß, führt es mich in einen emotionalen Konflikt, wenn ich dies nicht mehr kann. Da ich mich – unbewusst – als leistenden und tätigen Menschen definiere, verliere ich auch den den Sinn meines Lebens und eine “burn-out-Spirale” ist vorprogrammiert. Ein anderes Beispiel: denke ich, dass ich immer nett und freundlich zu anderen Menschen sein muß, unterdrücke ich (automatisiert und unbewusst!) ärgerliche Tendenzen, speichere den Ärger an und entlade ihn (unbewusst) an einer anderen Stelle. Da ich den Ärger ja übertragen habe, erlebe ich dann wiederum, dass mein Ärger ungerechtfertigt ist und ich besser meinen Ärger unterdrücken sollte, was meinen Glaubenssatz weiter füttert und erhält. Die Entdeckung dieser Glaubenssätze ist spannend und befreiend. Tatsächlich ist die geistige Gesundheit im Vergleich zur körperlichen und seelischen die wichtigste! Warum: stellen sie sich vor sie verlieren ein Bein, werden blind oder sitzen nach einem Unfall im Rollstuhl. Wenn sie geistig gesund sind, werden sie diese Herausforderung bewältigen. Sind sie im inneren Widerstand gegen diese Veränderung, dann wird es schwer und führt zu Depressionen und ähnlichem.

So ist tatsächlich jede Heilung primär eine geistige.

Nun abschließend noch ein paar Zeilen zur inter- und transpersonalen Ebene. Menschen sind Wesen in Beziehung. Sind wir völlig isoliert von anderen Menschen nehmen wir entweder Tiere als Bezugspartner oder fantasieren Beziehungspartner. Der größte Teil unserer Neurosen leben sich in Beziehungen aus. Hierzu später mehr. Die transpersonale Ebene meint, dass wir geistig in Beziehung zu etwas höherem und damit numinosen stehen. Dies meint einen spirituellen Erkenntnis und Gründungsprozess.

Gesundheit ist der beständige Prozess, der zwischen diesen 5 Ebenen reziprok im Gang ist.

Neuanfang

März 7th, 2013

Leider sind vom ersten Blog zu GesundSein und KrankWerden aufgrund einer webside Umstellung die esrten Texte im Netz verschwunden. Falls jemand die Texte ausgedruckt hat bitte per mail an mich senden. Ansonsten arbeite ich an einer Neuerstellung.